Aller Anfang ist schwer

Wie alles anfing… Teil 1

Ich habe Angst!

Im Grunde genommen ist Angst eine physische Reaktion auf eine dir unbehagliche Situation. So empfinden es zumindest „normale“ Menschen… Was aber wenn die Angst ganz plötzlich und ohne Vorwarnung über dich hereinbricht? Dir die Füße wegzieht und dir das Gefühl gibt jeden Moment den letzten Atemzug getan zu haben?

Tja, genau das sind dann Panikattacken. 2013 war mein „erstes Mal“ mit der Panik… Ich saß mit meiner Familie beim Essen und plötzlich passierte es: Ich habe mich furchtbar unwohl und kribbelig gefühlt, bin aufgestanden, weil ich irgendwie den Drang hatte schnell weglaufen zu müssen. Ich also in mein Zimmer gegangen und versucht herauszufinden was gerade mit mir passiert und wieso ich mich so fühle wie ich mich gerade fühle. Leider wurde es nach einem Blick in den Spiegel nur schlimmer… Ich war irgendwie rot im Gesicht und an den Armen, selbst mein Bauch war leicht rot gefärbt. Ich bin mit Tränen in den Augen zurück ins Esszimmer und dann passierte es das erste mal so richtig heftig: Ich hab gespürt wie mein Herzschlag völlig außer Kontrolle geraten ist, wie wild schlug es auf jeden Fall zu oft! Hinzu kam plötzlich das Gefühl keine Luft zu bekommen und das Schlimmste war dieses Ohnmachtsgefühl. Eltern und Schwestern sofort zur Stelle, ich mich also hingelegt, dann wurde mir sowas von übel, dass ich dachte ich muss mich jetzt auf der Stelle übergeben, komme was wolle! Kaum hatte ich das angesagt, hatten mich meine geübten Schwestern auch schon in die stabile Seitenlage gelegt und Papa wartete an der Haustür nervös auf den bereits gerufenen Krankenwagen. Ich fing in der Zwischenzeit auch noch tierisch doll zu zittern an und dieses blöde Gefühl in Ohnmacht zu fallen, wollte nicht einmal im Liegen aufhören.

Im Krankenhaus wurde ich dann durchgecheckt, es wurde nichts auffälliges entdeckt. Man schickte mich also wieder nach hause mit dem Ratschlag besser demnächst keine Avocado mehr zu essen, es kööööönnte eine allergische Reaktion darauf gewesen sein. Na Prima, vielen Dank! (Ich habe aber tatsächlich seit 5 Jahren keine Avocado mehr angerührt)

Hinzu kam nach der Nacht im Krankenhaus nun auch noch ein Problem mit meiner Atmung. Das Problem daran ist, ich kann es niemandem recht erklären und verstehen tut es entsprechend auch niemand. Ich hatte immer das Gefühl nicht richtig ausatmen zu können. Es kam Luft rein, aber gefühlt ging sie nicht in gleichem Maße wieder raus. Atmen wurde also zu meiner Hauptaufgabe Tag für Tag. Ärzte testeten mich auf Asthma, fanden aber keine besorgniserregenden Ergebnisse.

Ich habe mich also mehr oder weniger damit abgefunden und versucht es zu ignorieren bzw. mich auf andere Dinge zu konzentrieren und mich abzulenken.

Nun gut, jetzt stand aber eine Reise nach Israel vor der Tür. Im Rahmen eines Schüleraustauschs sollten ausgewählte Schüler nun für 14 Tage nach Israel fliegen. Ich mich also schon eine Woche vorher total verrückt gemacht, da ich tierische Angst vorm Fliegen habe seit ich klein bin. Ich konnte nicht mehr richtig Essen, hatte keinen Appetit und mir war ständig schlecht. Nach einem weiteren Aufenthalt in der Notaufnahme aufgrund von riesen Todesangst und schlimmem Herzrasen, wurde mir dort versichert, dass mit mir alles in Ordnung sei und die Symptome bestimmt von der Flugangst kämen.

Soweit so gut. Ich habe also mit homöopathischen Mittelchen versucht meine Flugangst in den Griff zu kriegen (hat auch fast geklappt, weil ich ganz doll dran glauben wollte) und habe den Flug und die Zeit in Israel angetreten. In Israel selber war ich völlig symptomfrei, bis auf das Problem der Atmung, das ließ sich aber durch die viele Ablenkung ganz gut bändigen.

Zurück in Deutschland ging es dann aber erst so richtig los…

Wie es weiter geht, erfahrt ihr demnächst in Teil 2!

 

xoxo, eure Julia ♥

 

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